Tipps zu der Wasserpflege

Immer wieder kommt die Frage nach der richtigen Überwinterung von Folienbecken auf, sprich welche Mittel sollte man dem Becken im Herbst zugeben. Wir empfehlen vor dem Überwintern den pH-Wert weiterhin im optimalen Bereich von 7,0 zu halten und dann, je nach Beckengröße, Überwinterungsmittel zuzugeben. Sonst werden aus unserer Sicht keine Pflegemittel benötigt. Eine Stoßchlorung können wir nicht empfehlen, denn aufgrund der kühlen Temperaturen wird Chlor in dieser Jahreszeit nicht mehr oder nur sehr wenig verbraucht. Diese Stoßchlorung würde dann den ganzen Winter auf die Folie einwirken und könnte die Ursache für Faltenbildungen etc. sein. Denn PVC-Folien nehmen bei dauerhaft hohen Chlorkonzentrationen dieses Chlor auf, dadurch wächst die Innenhülle und schlägt folglich Falten. Sollte sich zu Beginn des Einwinterns Ihres Beckens noch ein gewisser Chlorgehalt von bis zu 0,6 mg/l in Ihrem Becken befinden, so stellt dies kein Problem dar. Weitere wichtige Aufgaben zur schadensfreien Überwinterung Ihres Schwimmbeckens (um z. B. Frostschäden zu vermeiden) besprechen Sie am Besten mit Ihrem Schwimmbadfachhändler.

Der richtige Einsatz von Chlortabletten

Wie wir wissen, werden sehr häufig und gerne langsam lösliche Chlor-Großtabletten verwendet und diese der Einfachheit halber auch direkt in den Skimmer gelegt. Dies ist sowohl für die Lebensdauer des Skimmers als auch für die Innenhülle sehr schlecht, es sei denn, Sie lassen Ihre Filteranlage 24 Stunden am Tag laufen. Denn sobald diese abgeschaltet wird, setzten diese langsam löslichen Chlortabletten weiterhin Chlor in erheblichem Umfang frei. Aufgrund des sehr kleinen Wasservolumens im Skimmer entsteht ein recht aggressives Chlorwasser, welches bei jeglicher Wasserbewegung aus dem Skimmer schwappt und dann über die Beckenwand ins Becken gelangt, um sich hier zu verteilen. Auf diese Weise beschädigt man mittelfristig seine Innenhülle, inbesondere unterhalb des Skimmerrandes. Denn dieses aggressive Chlorwasser bleicht die Folie aus und die Innenhülle bekommt gerade in Skimmernähe recht schnell Falten. Falls Sie einen Bodenablauf installiert haben, wird die Folie dadurch vermutlich auch rund um den Bodenablauf mittel- oder langfristig nachhaltig geschädigt.

Unsere Empfehlung: Verwenden Sie einen Dosierschwimmer oder noch besser und sicherer, bauen Sie einen Wasserpflege-Dosierer in die Leitung zwischen Filteranlage und Becken ein.

Hinweise zum Einbau eines Wasserpflege-Dosierers

Diese Geräte messen keinen Chlorgehalt und je nach Einbausituation und Filterzeiten, werden auch hier größere Chlorkonzentrationen als gewünscht ans Becken abgegeben. Deshalb empfehlen wir bei Einbau eines solchen Dosierers diesen im Bypass mittels Kugelhähnen zu installieren. So können Sie jederzeit den Durchfluss abstellen und die Chlorkonzentration in Ihrem Becken entsprechend einregulieren. Alternativ können Sie auch schnelllösliche Chlortabletten verwenden. Diese können Sie sogar dem Skimmer zugeben, wenn die Filteranlage in diesem Moment und bis zum kompletten Auflösen der Tablette läuft. Am Wichtigsten ist und bleibt aber die wöchentliche Kontrolle der Wasserwerte mit einem entsprechend genauen Meßgerät.

Rost an Edelstahlleitern

Auf Edelstahlleitern und -einbauteilen können sich unschöne rostähnliche Flecken bilden. Dabei handelt es sich keines Falls um echten Rost, denn alle Hochbecken- und Einbauleitern sind aus hochwertigem rostfreiem V2A Edelstahl gefertigt. Es gibt verschiedene Gründe, wie es zu dieser vermeintlichen Rostablagerung kommen kann: Wurden beim Einbau des Pools Flexarbeiten an Metallteilen vorgenommen, so besteht die Möglichkeit, dass sich mikrofeine Teilchen unedler Metalle auf Edelstahl abgelagert haben. Diese feinen Metallteilchen werden nach einiger Zeit rosten, so dass der Eindruck entsteht, die Leiter selbst rostet. Ein weiterer Grund kann darin liegen, dass das Beckenwasser Eisen oder Mangan enthält. Dieses oxydiert und setzt sich daraufhin als braunes Eisenoxyd, oder besser bekannt als Rost, auf Wand- und Bodenflächen sowie Einbauteilen ab. Diese meist unregelmäßig geformten Flecken sehen wie eine Materialveränderung bzw. Rost aus und lassen sich nicht mit üblichen alkalischen Reinigern entfernen. Diese rostartigen Verfärbungen an Edelstahleinbauteilen können mit haushaltsüblichen VA- oder Chrompolituren und einem sanften Reinigungstuch wegpoliert werden. Es kann auch vorkommen, dass sich trotz bester Wasserpflege, mikrofeine Ablagerungen, zumeist aus Calciumkarbonat bestehend, auf den Wand- und Bodenflächen sowie Einbauteilen absetzen. Das bei hohem Kalkgehalt, falschem pH-Wert oder starker Verdunstung ausfallende Calciumkarbonat hinterlässt graue oder weiß-gelbliche Ablagerungen, die für das Material zwar nicht schädlich sind, jedoch unschön aussehen. Diese feinen Kalkablagerungsschichten müssen chemisch gelöst werden. Es darf jedoch auf keinen Fall Salzsäure verwendet werden! Zur Reinigung tragen Sie einen speziellen sauren Reiniger, unverdünnt oder bis 1:5 verdünnt, auf die Verunreinigungen auf. Den Reiniger einige Minuten einwirken lassen und mit viel Wasser abspülen. Tragen Sie beim Reinigungsvorgang Gummihandschuhe und -stiefel!